Heute ganz früh am Morgen brach fast das ganze Lager nach Avignon auf. Schon um 6:30 Uhr machten sich unsere Fahrer mit den Kindern nebst Leitern sowie Rani, Anna und Inken auf den Weg in diese schöne südfranzösische Großstadt.

Der Morgenappell fand in Avignon statt und läutete dem Spruch des Tages den Kulturtrip ein:
„Du kannst heute etwas schaffen, worauf du morgen stolz sein wirst.“
In diesem Jahr zieht das berühmte Festival d’Avignon zu seiner historischen 80. Jubiläumsaufgabe Besucher aus aller Welt an. Das Programm bietet ein breites Spektrum von zeitgenössischem Theater und Tanz bis hin zu Lesungen und experimentellen Performances. Ich hörte, dass in den Straßen viel los war und die Künstler Werbung machten. Die Veranstaltungen finden aufgrund der Hitze erst in den Nachmittags- und Abendstunden statt.
Die kleinen Männer von Hagen sind heute hier im Lager geblieben. Hagen, Manuel und Oleksii haben sich die Räder geschnappt und sind an den Strand von St. Martin d’Ardèche gefahren. Hagen erzählte, dass die zwei Jungs vorbildlich gefahren sind. Sian weilte am Vormittag am Pool und hatte Wasserspaß mit den großen Jungs aus Markus‘ Gruppe, die auch im Lager geblieben sind. Später fuhr mit Markus und Besucherin Mine und einigen Kindern mit den Rädern zum Lidl, um die Vorräte aufzustocken.

Bonzo mimt bei dem Avignon-Ausflug immer den Stadtführer. Er hat sich mit den Jahren ein immenses Wissen über die Highlights der Provence angeeignet und gibt dies mit Freude an die Kinder und Interessierten weiter. Begonnen hat die Führung am Papstpalast (Palais des Papes), dem größten gotischen Gebäude des Mittelalters weltweit, seit 1995 zählt der Palais des Papes zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im 14. Jahrhundert diente die riesige Festung als Residenz für insgesamt neun Päpste. Es schadet also nicht, wenn man das imposante Gebäude einmal gesehen hat.

Anschließend ging es weiter zum Rocher de Doms. Es handelt sich hier um einen Stadtpark, ähnlich einem englischen Garten und auf einem Hügel gelegen. Im letzten Jahr war der Park wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Umso mehr freute sich Bonzo, dass in diesem Jahr der Zugang wieder möglich war, denn man hat von dort aus einen wunderbaren Blick auf die weltberühmte Brücke von Avignon, dem Wahrzeichen der provenzalischen Stadt. Bonzo informierte nebenbei die Kinder über die zu findenden Baustile der Stadt Avignon und erklärte die Unterschiede. Rathaus und Theater von Avignon sind im neoklassizistischem Stil erbaut, erkennbar an den sehr symmetrischen Formen, typisch für das 18. und das frühe 19. Jahrhundert.
In den alten Gassen des historischen Zentrums gibt es viele schöne Fotomotive und Bonzo erzählte, dass viele Fotos geschossen wurden. Einige Kinder haben weite Wege zurückgelegt und gelangten bis zu den Mühlengräben an den historischen Stadtmauern.
Unsere Kinder besichtigen bei diesem Ausflug auch gerne einmal eine Filiale eines weltberühmten Restaurants. Zwar kein Weltkulturerbe, aber dennoch sehr beliebt und im Volksmund Mäcces genannt ;-). Sina erzählte, dass ihre Ladies diese Filiale auch entdeckt hatten und sich dort für einen anschließenden Shoppingbummel stärkten. Die kleinen Ladies aus Vanessas Gruppe haben sich ebenso in den Shops umgeschaut und das ein oder andere eingekauft.
Die Mädchen von Jacky machten die Kosmetikabteilungen der Geschäfte unsicher und sind nun alle mit Lipgloss versorgt.
Jonas boys schlenderten noch eine Weile durch das Zentrum und machten es sich in einem Café gemütlich.
Gegen 15 Uhr kam die Reisegruppe zurück. Viele gingen noch mal zum Pool und kühlten sich ab. In Avignon muss es sehr heiß gewesen sein und genau deshalb sind wir morgens auch so früh abgefahren.
Inken bot um 16:30 Uhr wieder Völkerball an. Es waren wieder viele Kinder dabei.
Am Abend servierte das Küchenteam Bonzos legendäre Xabi Alonso Pfanne. Es handelt sich hierbei um eine bunte Gemüsepfanne mit Hähnchen und dem baskischen Gewürz Piment d’espelette.





























